EKK – Ersatzkrankenkassen Information

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Deutschland mehr als 1.500 verschiedene Ersatzkrankenkassen (EKK). Um die weiter wachsende Zahl an EKK´s einzudämmen, mussten diese Hilfskassen 1914 mit der Reichsversicherungsverordnung eine Zulassung als Ersatzkasse beantragen. Diese musste dann mindestens 1.000 Mitglieder vorweisen, ab 1936 wurde dann auch die Trennung von Arbeitern und Angestellten gefordert. Seit 1996, seit Einführung der freien Versicherungswahl in Deutschland, endete die Trennung von Arbeitern und Angestellten, zudem wurden die Ersatzkassen nicht mehr nur auf wenige Berufsgruppen begrenzt.
In Deutschland gibt es derzeit acht verschiedene Ersatzkassen, die etwa 24 Millionen Mitglieder aufweisen. Alle Ersatzkassen nutzen seit 1953 die Selbstverwaltung, die von den Mitgliedern in Sozialwahlen gewählt wird.
Zum 01. Januar 2009 schlossen sich dann auch der Arbeiter-Ersatzkassen-Verband sowie der Verband der Angestellten-Krankenkassen zum Verband der Ersatzkassen (kurz VdEK) zusammen. Zu den Aufgaben des Verbandes gehört unter anderem die Vertretung wirtschaftlicher und politischer Interessen der Mitgliedskassen bei politischen Entscheidungsträgern oder die Verhandlung mit Leistungserbringern. Die Vertretung übernimmt dabei die Mitgliederversammlung, die aus Vertretern der Verwaltungsräte der einzelnen EKK´s gewählt wird. In den 16 deutschen Bundesländern gibt es zudem Landesvertretungen, die ebenfalls die Interessen der Ersatzkassen vertreten.
Seit Januar 2009 werden viele der bis dahin vom VdEK übernommenen Aufgaben an den GKV-Spitzenverband übertragen.

EKK – Ersatzkrankenkassen Adressen

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